DEMO IN BREMERHAVEN

PARLAMENTARISCHE BRANDSTIFTER

Der rechte Mob, der sich aktuell in weiten Teilen des Landes sammelt, macht auch vor Bremerhaven keinen Halt. Während in ganz Deutschland immernoch regelmässig Unterkünfte geflüchteter Menschen brennen und sich hinter dem Ruf „Wir sind das Volk“ rechte Schlägerbanden versammeln, wittern die Rechten auch in den Parlamenten derzeit Morgenluft. Nun hat sich auch in Bremerhaven ein Landesverband der Partei DIE RECHTE gegründet. Diese Partei dient seit ihrer Gründung im Jahr 2012, durch den bekannten Neonazi Christian Worch, bundesweit als Sammelbecken ehemaliger Angehöriger Freier Kameradschaften, Autonomer Nationalisten, und sonstiger, ewig gestriger Gewaltäter_innen. So waren unlängst bekannte Nazi-Größen wie Henrik Ostendorf aus Bremen oder Michael Brück aus Dortmund in Bremerhaven zu Gast, um die neuen Strukturen tatkräftig zu unterstützen. Das Ziel ist klar: Sie forcieren eine Politik der Strasse. So kam es auch in Bremerhaven bereits zu Einschüchterungen und Bedrohungen von Menschen, die nicht in das Weltbild der Rechten passen (Migrante_innen, Linke, FILT* Personen, etc). In diesem Klima der Angst versuchen die Rechten ihre Chance zu nutzen, um öffentliche Räume für sich zu reklamieren oder gesamte Stadtteile zu „national befreiten Zonen“ zu verwandeln, wie etwa in Dortmund- Dorstfeld.

NATIONALISMUS IST KEINE ALTERNATIVE

Ein Blick in die Vergangenheit kann uns Hinweise auf die Zukunft geben: Bereits Anfang der 90er brannten in Deutschland unzählige Asylunterkünfte. Die Pogrome haben damals schon gezeigt, welche Wirkmächtigkeit Nationalismus und völkische Ideologien in Deutschland immer noch haben. In diesem Klima entstand der NSU. Rassistische Morde und rechter Terror konnten im nationalen Taumel und rassistischen Exzessen gedeihen. Das bürgerliche Lob auf die Nation und das Gröhlen des rechten Mobs sind keine unbedingten Gegensätze, sondern zwei Seiten der gleichen Medaille. Die nationalistische Verklärung des vermeintlichen Zusammenwirkens von Staat, Volk und Kapital zum Wohle jede_r einzelnen Staatsbürger_in, birgt immer auch die Abwertung all derjenigen, die ausgeschlossen werden. Dabei geht es nicht primär um die Verbesserung der eigenen Lebenssituation, sondern um das autoritäre Verlangen, dass es „den Anderen“ wenigstens schlechter gehen soll. Es offenbart sich eine Symbiose aus Rassismus, kapitalistischer Verwertungslogik und Nationalismus, die gepaart mit Antifeminismus und Antisemitismus nicht ohne Grund schon einmal den Weg in den Nationalsozialismus geebnet hat.

ANTIFA… UND LOS!

Lasst uns unseren unversöhnlichen Widerstand gegen diese Zustände auf die Straßen Bremerhavens und überall dorthin tragen, wo sich die Rechten formieren. Für eine Gesellschaft, in der alle unabhängig von Herkunft und Geschlecht leben können wie sie wollen. Für eine Gesellschaft ohne Grenzen und Pässe. Für eine Gesellschaft, in der alle haben was sie brauchen und wollen.

NIKA BREMEN
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„Bremerhaven bleibt bunt!“-DEMO   (Kommt in den NIKA-Block)
Sa., 10. November | 11 Uhr am Stadthaus 1 | Bremerhaven
Gemeinsame Anreise aus Bremen:  9.30 Uhr | Infopoint | Hbf Bremen